Historie

Die Historie des Rollenspielverein Biberach e.V. Palaver ist eine Geschichte von Freundschaften, Heldentaten und der Freude am Spiel.

Die Grundsteine für die Freude am Rollenspiel wurden bei den drei Gründungsmitgliedern und ersten Vorständen des Vereins (Daniel und Vera Schrader sowie Andreas Schneider) bereits in deren Jugend gelegt (~1990). Die Abenteuer und mysteriöse Kämpfe gegen Drachen verheißende schwarze Box des Rollenspiels “Das schwarze Auge” (kurz: DSA) war der Auftakt für nächtelange Treffen. Nach einer kurzen jugendlichen und somit rebellischen Phase, in der Spielen als nicht besonders cool galt, erinnerte man sich (~1997) wieder an den Spaß, den man als Jugendlicher hatte und belebte die Spielabende wieder. Was viele Jahre hielt, musste aber doch irgendwann aus familiären und beruflichen Gründen auseinanderdriften. So sank die Frequenz der Spielabende schleichend aber spürbar. Die drei suchten nach gleichgesinnten Spielern, und fanden bei einem ersten Besuch einer Convention in Kempten (~2000), beim ehemaligen Rollenspielverein FaGaMo wonach sie gesucht hatten. Auch wurde hier der zu dieser Zeit noch eingeschränkte (DSA) Horizont um viele neue Welten, Spielsysteme und Spielarten erweitert.

Danach war der Entschluß schnell gefasst, einen eigenen Rollenspielverein in Biberach zu gründen. Weitere unterstützende Gründungsmitglieder (“Matze”, “Spöri”, “Ocho” und “Stefan”) konnten (~2001) schnell begeistert werden, unter anderem auch, weil die drei zukünftigen Vorstände bereits Erfahrung in der Biberacher Jugendarbeit (z.B. als Kassierer) gesammelt hatten, und sie genau wussten, was auf sie zu kam.

Zunächst wurde als Treffpunkt das zu diesem Zeitpunkt kaum mehr genutze Jugendcafe “Jugendtreff” gegen einen geringen Unkostenbeitrag von der Stadt angemietet. Bald nach der Vereinsgründung kamen erste neue Gäste, die schnell zu verlässlichen Mitgliedern wurden. Auch entstand hier schon eine erste Zusammenarbeit mit der ungefähr gleichzeitig gegründeten LARP (Live Action Role Playing) Gruppe Biberachs, die ihre Räumlichkeiten im Abseitz hatten. Nach einem Zusammenschluß der zwei rollenspielenden Gruppen verfügte der Verein schließlich über eine so große Mitgliederanzahl, daß neue Räumlichkeiten gefunden werden mussten. Zudem war die Akustik im Jugendtreff alles andere als geeignet.

Dank der freundlichen Gewährung von Asyl (~2003) durch den Jugendverein “Lilienthal e.V.” im “Tuvalu” gegen einen nicht erwähnenswerten und eher symbolichen Unkostenbeitrag konnte der Verein weiter wachsen.

Inzwischen waren viele “Happenings” außerhalb der Spielabende wie z.B. “Wintergrillen”, “Zeltcon”, “Österreich Hütte”, “cthuloide Weihnachtsfeiern” und Geburtstagsfeiern zu festen Institutionen geworden. So hat sicher die freundliche Atmosphäre im Verein einen großen Teil dazu beigetragen, daß im Jahr 2007 der Verein mit fast 60 Mitgliedern erneut vor einem Scheideweg stand, da die Beschränkung der regulär gebotenen Aktivitäten hauptsächlich durch die Raumbegrenzung gegeben war. Nach vielen schlaflosen Nächten stand die Entscheidung fest, den großen Schritt der Unabhängigkeit zu gehen. Ein eigenes Vereinsheim musste her.

Mit dem Haus am Mittelberg konnte 2008 das für unsere Zwecke hervorragend geeignete Haus angemietet werden. Dort finden jetzt auch außerhalb der regulären Treffen Spielrunden aller Art (Rollen-, Brett- und Kartenspiele) aber auch eigene Conventions statt.

Die Freundschaften, Heldentaten und Freude am Spiel hat der Autor jetzt leider versäumt aufzuzeigen. Aber dazu kommt man besser persönlich vorbei und überzeugt sich, denn das würde einem sowieso keiner glauben, wenn man nicht live dabei war…

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